Niederländische Coffeeshops sind keine Clubs, und dieses Verzeichnis gibt auch nicht vor, sie wären es: Es gibt keine Mitgliedschaft, keinen gemeinsamen Anbau und keine Warteliste — ein Erwachsener kommt herein, zeigt seinen Ausweis und kauft. Was es trotz fünfzig Jahren Praxis ebenfalls nicht gibt, ist eine Lizenz. Coffeeshops arbeiten auf Grundlage einer kommunalen Erklärung, dass der Verkauf geduldet wird, und die Belieferung, die an ihrer Hintertür ankommt, wird überhaupt nicht geduldet.
Was diese Liste nicht abdeckt
Keine niederländische Behörde veröffentlicht eine Liste geduldeter Coffeeshops — der Open-Data-Eintrag Rotterdams ist eine bloße Zahl ohne Standorte —, daher stammt jeder Eintrag hier aus dem eigenen öffentlichen Unternehmenseintrag des Shops. Aufgenommen sind nur Betriebe, die sich selbst als Coffeeshop bezeichnen; Vape-Shops, Samenhändler und Headshops nicht. Beachte, dass mehrere Gemeinden, darunter die meisten in Limburg und Brabant, nur Einwohner der Niederlande bedienen.
Wie die Rechtslage hier aussieht
Nichts davon ist lizenziert und nichts davon ist legal — es wird geduldet. Der Verkauf kleiner Mengen Cannabis über den Tresen eines Coffeeshops wird seit 1976 nach dem Opportunitätsprinzip des Opiumgesetzes nicht verfolgt, und jede Gemeinde erteilt eine Erklärung, gegen einen bestimmten Laden unter bestimmten Auflagen nicht einzuschreiten. Die Belieferung dieses Ladens wird dagegen überhaupt nicht geduldet. Dieser Widerspruch — eine geduldete Vordertür und eine strafbare Hintertür — ist die gesamte niederländische Cannabispolitik, und er ist nie aufgelöst worden.
Keine Mitgliedschaft. Erwachsene ab 18, Ausweiskontrolle jedes Mal, 5 Gramm pro Person und Tag. Mehrere Gemeinden — der größte Teil Limburgs und Noord-Brabants, darunter Maastricht, Venlo, Tilburg, Eindhoven und Breda — wenden jedoch das Ingezetenencriterium an und bedienen unter Umständen nur Personen mit niederländischem Wohnsitz. Amsterdam tut das nicht. Bei jedem Eintrag steht, was gilt.
Opiumwet, gedoogbeleid — Rijksoverheid